Twitter ist eines der meist-gehypten Start-Ups im Moment, obwohls bisher kaum Umsatz macht und keinem so recht klar ist, wie sich das in Zukunft ändern soll. Wer Twitter nicht verwendet, versteht nicht, was dran so toll ist. Aber Twitter hat etwas. Es ist ein bisschen wie bloggen, aber schneller und einfacher.
Politische Parteien entdecken Twitter (wie alles andere im Internet) für sich, seit sie Obama-Kampagne durch das Internet das Partei-Establishment umgehen konnte, die sicher geglaubte interne Gegenkandidatin Hillary Clinton geschlagen und später die Präsidentschaft gewonnen hat. Das ist toll, weil Twitter ein geniales Medium zum “mithören” ist, wo man die volle Aufmerksamkeit nur aufwenden muss, wenn etwas konkret interessant ist.
Twitter = Persönlich
Die Grünen sind die aktivste österreichische Partei auf Twitter und beginnen, Twitter zu verwenden. Wichtig: Die meisten verwenden Twitter auch richtig. Presse-Aussendungen posten, wie das der offizielle Grüne Account diegruenen_at macht, ist nämlich mehr als peinlich.
Twitter ist ein persönliches Medium. Nur über Politik zu reden und nie auf Fragen oder Kommentare zu reagieren, macht keinen Sinn. Positive Beispiele gibt es auf meinem Grünen Twitter Live-Stream.
Gemeinderatssitzungen
Als eine der spannensten politischen Einsatzmöglichkeiten von Twitter sind meiner Ansicht nach Live-Streams von Gemeinderatssitzungen. Gemeindepolitik klingt langweilig, aber ich wusste nie wirklich, was da passiert.
Zu lesen, welche Diskussionen es bei Sitzungen gibt oder wie viel Geld für verschiedene Projekte ausgegeben wird, war interessanter als erwartet! Die Tatsache, dass hier keine Möglichkeit bestand, diese Themen ausführlich zu erklären, war wahrscheinlich wichtig, sonst wärs wieder langweilig geworden.
Ich hoffe, dass noch mehr grüne Politiker/innen anfangen werden zu twittern und zwar nicht nur dann, wenn Sitzungen stattfinden! Eine Übersicht über die aktuellen gibts hier.